Tag 4 – Der Rettenbachferner und eine Baustelle auf 3000 Meter

Auch auf der Braunschweiger Hütte war von Überfüllung keine Spur, die Massen kommen für gewöhnlich erst ein bis zwei Tage später. Im Gegensatz zu den anderen Hütten bietet die Braunschweiger Hütte ein reichhaltiges “All you can eat”-Frühstücksbuffet. Klar, das alles auch mitgeschleppt werden muss…


Der Weg über das Pitztaler Jöchl ist im Sommer häufig aufgrund akuter Steinschlaggefahr gesperrt. Als Alternative bietet sich hier die Route über das Rettenbachjoch (2993 m) an.

Der Abschied fällt an diesem Morgen nicht schwer, die ersten Bergspitzen sind schon von der Sonne angeleuchtet und versprechen einen herrlich sonnigen Tag.

Vom Weg über den Rechenbach Joch nochmal der Blick zurück zur gerade aus dem Schatten des Rettenbach Jochs getauchten Braunschweiger Hütte.

Der Rettenbachferner verleitet dazu, die 300 Höhenmeter durch eine Abfahrt (auf Wanderschuhen) abzukürzen. Unter der oberen Schneeschicht lauern jedoch ein paar Gletscherspalten, die sich vereinzelt nur durch kleine Vertiefungen in der Oberschicht zu erkennen geben.

Der gut gespurte Weg am Rande des Rettenbergferners ist in jedem Fall die sicherere Art und Weise, zur großen Baustelle und zum großen Parkplatz (2810m) zu gelangen. Von dort aus bringt ein Bus die Wanderer eine zehn-minütige Tunnelfahrt lang durch den Berg auf die andere Seite des Rettenbachgletschers zum Tiefenbachferner.

Beide Seiten sind durch riesige Parkplätze verschandelt und ähneln sich sehr, deshalb an dieser Stelle nur ein Bild von der Station am Tiefenbachferner.
Wer diese Durststrecke überwunden hat, wird für den Rest des Tages mit einem der schönsten Teilabschnitte der Wanderung belohnt.

Mit einem letzten kurzen Blick auf die trockengelegten Skilifte geht’s die nächsten 3,5 Stunden über den überwiegend seicht absteigenden und leicht begehbaren Panoramaweg nach Vent (1896m). Die Strecke ist ein absoluter Leckerbissen und die wenig hohe Anforderung an Trittsicherheit und Gehtechnik lassen genug Zeit, die Landschaft in vollen Zügen zu genießen.

Nachfolgend einige Impressionen des Panoramawegs nach Vent:

Do geht’s ‘nauf…

Do geht’s lang…

Do geht’s drüber…

Do geht’s ‘nunter…

Vorbei an glücklichen Schafen

“Schwierigste” Stelle des Panoramaweges.

Kurz bevor Vent im Tal sichtbar wird, läßt sich schon gut erkennen, wohin der Weg nach dieser schönen Ortschaft führen wird. Am Horizont zeichnet sich bereits der Marzellferner des Similaun (3650m) ab.

Die kleine Ortschaft Vent. Wieder gut zu erkennen: Der dahinter beginnende Weg zur Martin-Busch-Hütte, dem Tagesziel.

Weiter zur Martin-Busch-Hütte

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