Teil 2: Klettersteig zur Zugspitze

Fünf Minuten weiter liegt die Hütte mit dem schönen Namen Hoellentaleingangshuette.

Hoellentaleingangshuette

Hoellentaleingangshuette

Hier werden die Wanderer für die Durchquerung der Klamm abkassiert. (Alpenvereinsausweis nicht vergessen, dann beträgt die Gebühr nur 1€.)

Höllentalklamm

Höllentalklamm

Den kleinen Obolus zur Erhaltung der Klamm (für nicht DAV-Mitglieder 3 €) ist das Erlebnis jedoch auf alle Fälle wert!

Hoellentalklamm Höhle

Hoellentalklamm Höhle

Die vielen, teils beleuchteten Gänge sind immer wieder durchbrochen und bieten eine atemberaubende Aussicht auf die tosenden Wassermassen des Gebirgsbachs.

Hoellentalklamm-Gletschermoraene

Hoellentalklamm-Gletschermoraene

Zum Zeitpunkt unserer Wanderung befanden sich immer noch große Restschneemassen in der Klamm.

Höllentalklamm Eishöhle

Höllentalklamm Eishöhle

Die Reste der Gletschermoränen boten teils außergewöhnliche Anblicke in den durchbrochenen Tunneln der Höllentalklamm.

Höllental

Höllental

Am Ende der Klamm öffnet sich endlich das Sichtfeld und der Blick wird frei über das Höllental hinauf zur Zugspitze.

Höllentalanger

Höllentalanger

Kurz vor dem Einstieg in den Klettersteig: Blick zurück ins Höllental und auf die Höllentalangerhütte, die man nach ca. 2,5 Stunden erreichen kann.

Klettersteig Zugspitze

Klettersteig Zugspitze

Die erste Leiter des Klettersteigs (Gehzeit ca. 3 Stunden). Zur eigenen Sicherheit sollte hier ein Klettersteigset und Helm getragen werden.


Die Steinschlaggefahr ist zwar nicht sonderlich groß, aber hin und wieder kann schon etwas herunter kommen.

Klettersteig Zugspitze

Klettersteig Zugspitze

Die Überquerung des Steilstückes auf den Eisen-Nägeln erfordert schon einiges an Schwindelfreiheit. Wer hier ohne Schwierigkeiten herübergehen kann, wird den Rest des Steiges zumindest von der Psyche her auch bewältigen. Ausgesetzter wird der Steig nicht.

Zugspitze Geröllfeld

Zugspitze Geröllfeld

Nach ca. 4 Stunden Gehzeit bildet ein großes Geröllfeld die Verbindung zwischen dem ersten Teil des Klettersteigs und dem Zugspitz-Ferner.

Zugspitz-Ferner unterer Teil

Zugspitz-Ferner unterer Teil

Der Zugspitz-Ferner ist abhängig von der Jahreszeit und dem gefallenen Schnee, unterschiedlich groß. Im Sommer ist die Spur für gewöhnlich sehr gut ausgetreten und Steigeisen sind normalerweise nicht zwingend erforderlich. Für die ungefährliche Erlernung des Umgangs mit Steigeisen bietet sich der Zugspitz-Ferner jedoch gut an!


Es bleibt auch normalerweise genug Zeit, die Steigeisen an – und abzuschnallen, da sich im oberen Teil des Ferners am Übergang zum Klettersteig oft eine Schlange bildet.

Zugspitz-Ferner - oberer Teil

Zugspitz-Ferner - oberer Teil

An schönen Tagen kann es teilweise zu über einer Stunde Wartezeit kommen. Tipp: Entweder sehr früh (vor 5 Uhr), oder sehr spät losgehen.

Zugspitz-Ferner Übergang

Zugspitz-Ferner Übergang

Nach ca. 5 Stunden Gehzeit verlässt man den Ferner. (Wartezeit nicht berücksichtigt) Der Übergang vom Ferner zum zweiten Teil des Klettersteigs variiert sehr stark. Im späteren Verlauf des Jahres wird die Kluft zwischen Ferner und Fels immer größer und damit schwieriger zu passieren.

Zugspitze Wetterumschwung

Zugspitze Wetterumschwung

Auf ca. 2500 Meter höhe kamen wir in einen kleinen Schneesturm. Binnen kurzer Zeit war der ganze Klettersteig mit Schnee bedeckt.

Klettersteig Zugspitze Wintereinbruch

Klettersteig Zugspitze Wintereinbruch

Der plötzliche Wintereinbruch hat uns wieder einmal vor Augen geführt, wie wichtig es ist, auch schon im gemäßigten Hochgebirge für solche Temperaturen gerüstet zu sein.

Klettersteig Zugspitze Schnee

Klettersteig Zugspitze Schnee

Wie auch vor einem Jahr, beim tragischen Extremlauf Zugspitze, befanden sich einige schlecht ausgerüstete Wanderer, in der Zwickmühle: Umkehren in, zurück in wärmere Höhenlagen aber länger der Witterung ausgesetzt sein, oder weiter hoch in den Schutz des Münchner Hauses, mit dem Risiko, noch später umkehren zu müssen und der Gewissheit, daß es noch kälter wird? Zum Glück wurde der Schneesturm nicht noch stärker und meines Wissens nach kam es auch bei anderen Zugspitz-Erklimmern zu keinerlei gesundheitlichen Schäden.

Jubiläumsgrat Abzweig

Jubiläumsgrat Abzweig

Kurz vor dem Gipfel befindet sich die Abzweigung zum Jubiläumsgrat, der die Zugspitze und die Alpspitze miteinander verbindet.
Eine anspruchsvolle, 9 Stunden-Tour, die hoffentlich bald auch auf www.coole-alpenueberquerung.de ihren Platz findet.

Zugspitze: Münchner Haus

Zugspitze: Münchner Haus

Das Münchner Haus auf der Zugspitze ist nicht zu verwechseln mit der Zugspitzbahn-Station. Hier tumnmeln sich überwiegend “”echte” Zugspitz-Bezwinger. Die “Bahn-Touristen” fühlen sich im Restaurant der Zugspitzbahn besser aufgehoben.

Münchner Haus Lager

Münchner Haus Lager

Das Münchner Haus bietet Begsteigern mit seinen 30 Lagern die Möglichkeit, am höchsten Punkt Deutschlands zu übernachten, um am nächsten Tag vielleicht den Jubiläumsgrat zu gehen oder über einen der vielen Kombinationsmöglichkeiten wieder abzusteigen. Reservierungen sind unter der Woche nicht nötig und am Wochenende (für Privatperonen) nicht möglich. Um 15 Uhr werden die Schlafplätze verteilt, zunächst nur für Mitglieder des Deutschen Alpenvereins.

Zugspitze - Blick ins Höllental

Zugspitze - Blick ins Höllental

Kurz vor unserem Abstieg am nächsten Morgen klärte der Nebel endlich auf und ab uns einen freien Blick ins Höllental.
Die Tour auf die Zugspitze war mal wieder ein voller Erfolg!


4 Kommentare zu „Teil 2: Klettersteig zur Zugspitze“

  1. kanzler sagt:

    hallöchen. kompliment für diese durchwegs interessante und fundierte berichterstattung. war bereits des öfteren in den dolomiten (toblinger knoten, zandonella etc….wegen der vermeintlich schöneren landschaft), bin aber der überzeugung, dass man sich mind. einmal das erlebnis zugspitze – massenbegehung – belastbarkeitsoffenbarung – usw. geben sollte.
    alles gute weiterhin……

  2. Mark sagt:

    Hallo,
    sehr guter Bericht. Stimmt alles.
    Ich habe die Tour vor 30 Jahren gemacht. Hatten auf dem Höllentalanger gezeltet. Sind dann aufgestiegen – auch mit Wintereinbruch (was die Sandalen-Touris vom Gipfelkreuz abgehalten hat!). Mit der Bahn herunter gefahren nach Hammersbach. Dort eingekauft und wieder durch die Klamm aufgestiegen zu den Zelten. Roundtrip 9 Stunden und sehr schön.
    Alles Gute… Mark

  3. Heidrun sagt:

    Hallo Moritz,

    toll zu sehen, welche Touren Ihr macht! Ich bin ganz begeistert!
    Ich sehe mir die Seite immer wieder sehr gern an und genieße die Bergwelt aus weiter Ferne :-) .
    Die Fotos sind alle super schön und die Berichte sehr gut. Großes Kompliment!

    Alles Gute weiterhin und paßt gut auf Euch auf !

    lg die Mutter von Andreas

  4. mat-x sagt:

    Bin erst vor einigen Wochen über das Höllental auf und von der Zugspitze gestiegen – an einem Tag. Die Tour hat mir sehr viel Spass gemacht und ist das Brett erst überwunden (hier gefährlicher fotografiert, als es sich in Wahrheit präsentiert), bereitet auch der Rest keine großen Schwierigkeiten mehr. Eine Begehung im Winter oder Frühjahr wäre auch für mich von großem Reiz – guter Bericht! Weiter so…

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