Tag 2 – Wanderung nach Holzgau
Der nächste Tag beginnt genauso regnerisch und nebelig, wie der erste geendet hat.
Rückblick auf die Kemptner Hütte am Morgen des zweiten Tages.
Der Weg verläuft über das Mädelejoch (1974m) hinunter nach Holzgau (1103m, ca. 3 Stunden). Am Mädelejoch verläßt man erstmals deutschen Boden und überschreitet die Grenze nach Österreich. Durch Einsamkeit und die grünen Auen im Nebel fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt – einzig die funktionelle Ausrüstung erinnert daran, dass man im 21. Jahrhundert lebt.
Die heutige Rüstung wiegt mit 200 g ca. 49,8 Kilo weniger, ist windabweisend, atmungsaktiv, zum Biwak transformbar und wird zum Glück nicht mehr als Schutz gegen Schwerthiebe und Lanzenstöße benötigt. Meine 13 kg Gepäck incl. 2l Wasser wirken gegen die damaligen Lasten fast lächerlich. Von Funktionsritterrüstungen gibt es keinerlei Überlieferungen.
Alpensalamander auf dem Weg zur Memminger Hütte.
Die besten Chancen, diese Alpensalamander zu sehen hat, wer früh oder noch sehr spät unterwegs ist. Am wohlsten fühlen sie sich bei Regen.
Von Holzgau bis Madau empfehlen die E5 Wanderführer eine Taxifahrt, um die Asphaltstraße durch das Tal zu überbrücken. Die Wegstrecke zur Memminger Hütte verkürzt sich dadurch auf ca. 6 Stunden.
Gletscherreste on the Rocks auf dem Weg nach Holzgau.
Unwirklich und wie ein riesiger Berg Mousse au Chocolat schlängelt sich dieser Gletscher ins Tal hinab.
Zweiter Tag, Teil 2: Weg zur Memminger Hütte








